Schloss Reinharz - Gästebuch

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Name:
Hans Buchmann, Journalist-Pressefotograf-Kritiker (criticus@gmx.info)
Datum:Do 01 Jul 2010 09:22:44 CEST
Betreff:Erinnerungen und Meinungen
 

Es ist erschreckend, was in der Zeit von 1953/54 bis heute mit Schloss Reinharz geschehen ist.
Der große Fischbestand ist fort, die Teiche sehen ungepflegt und tot aus, keine Spur von Fischen in den Teichen.
Ein Trost ist,dass wenigstens die Frösche noch quaken.
Im Inneren des Schlosses sind Bilder stark beschädigt.
Die prachtvolle Standuhr ist verschwunden
Die Zusatztreppe zu den oberen Stockwerken ist abgerissen worden.
Am Eingang hat man die Ziergitter entfernt

Es gibt noch viel zu bemängeln. das Schloss sieht aus, als hätten dort Wandalen und inkompetente Menschen gehaust.
Hatte man vielleicht das Schloss dem Verfall preisgegeben??

In mühseliger Arbeit hat damals mein Großvater mit den wenigen Mitteln, die ihm zur Verfügung standen, versucht ein
schönes praktisches Kleinod für die Dübener Heide zu erhalten. Und wie die Blder von damals beweisen, ist es ihm gut gelungen.

Um so mehr freut es einen, wenn man sieht, dass der Förderverein Schloss Reinharz aus dem Schloss wieder ein Schmuckstück
machen will. Aber es ist noch viel zu tun.
Vor allem wenn man sieht, dass bei den Dacharbeiten geschludert wurde. Ein grosser Riss ist auf dem Dach von der Strassenseite
im Dach zu sehen.
Befremdlich ist allerdings auch das man dem Schloss Bilder von damals und heute, auch mit dem Riss auf dem Dach zukommen läßt,
die Leitung oder wer auch immer, keine Meinung oder Interesse zeigt. traurig.
Dieser kleine Ausschnitt, ist aus meinem Heft " Erinnerungen und Meinungen über Schloss Reinharz " entnommen.
Hans Buchmann


 
 
14


Name:
André Damm (Andre.Damm@gmx.de)
Datum:Sa 09 Jan 2010 16:43:58 CET
Betreff:Übernachtung im Apartment
 

Von einer wirklich guten Adresse sprachen meine Freunde aus Holland, nachdem sie einige Nächte in den neuen Appartment am Schloß zubrachten. Rustikal aber geschmackvoll eingerichtet, frisches Feuerholz für den Kamin, die Kinder hatten ihr Reich für sich ... Holland vergibt die volle Punktzahl. Auch die Bewirtung beim Frühstück im Schloßcafe nebenan fiel nett und gemütlich aus, interessant war die kurzfristig organisierte Schlossführung: gern wäre die Familie noch ein paar Tage länger geblieben - wenn das kein Kompliment ist!

 
 
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Name:
L.Waldenburger (LutzvonWaldenburg@msn.com)
Datum:So 29 Nov 2009 07:21:02 CET
Betreff:Lust oder Last?
 

Eigentlich finde ich es sehr anständig, dass bereits im Gärtnerhaus (doch sicher für die zukünftigen Schlossgärtner?) hochwertige Appartements gestaltet wurden.

Als nächstes würde ich in regelmäßigen Intervallen bzw. je nach Witterungsverhältnissen das Schlossgebäude anständig lüften (die Fassadenöffnungen bemühen), um gewünschte Milieuveränderung herbeizuführen. Airtec %26 Co hatte ich bei meinem Besuch erstmal nicht gesichtet.

Zum veritablen Fundraising kann ich als Projektleiter der Stadtschloss Berlin Initiative e.V. nur alles Gute wünschen. Es ist gar nicht so einfach, was analog für das normale Sponsoring, bspw. in meinem Projekt für ein neues Parkdesign im Berliner Löwenpalais, d.h. wo bereits eine etablierte Kunst- und Kulturstiftung (u.a. Yoko Ono) residiert und dennoch kaum einfacher ist.

Manches bleibt eben mal imponderabel.

Die Strauchkastanie ruht natürlich majestätisch (gravitätisch) auf der wilden Wiese. Den Park würde ich doch mit sehr architektonischem Akzent umgestalten, da weder der Barockgarten besteht bzw. so erst einmal untergegangen ist, zumal es ohnehin mit heutiger Nutzung der Schlossanlage als "Bürgerliche Villa" vermittelt würde. Den späteren Landschaftsstil - Überplanungen würde ich höchstens unter ökologischen Aspekten zugetan sein. Nur als richtig identitätsstiftend kann die Anlage in ihrer Gesamtheit, Schönheit dann kaum bewertet werden. Der monumentale Anspruch als Ausdruck der komplexen Einheit wäre sogar negiert. Auch diese Rebellion/ Bewegung war spätestens beendet als nur besonders konservative Kreise, dies sogar bis in das kaiserliche 20. Jh. als Stil favorisierten. Fraglich, ob das gegenwärtige Subklimax - Stadium tatsächlich, an diesem Ort, inszeniert werden sollte. Andererseits hat Holzwirtschaft vs. historischer Substanz mehr Nachhaltigkeit, als ein jahrzehntelang vernachlässigtes Schlossensemble. Dennoch sind es ja nicht nur die kontemplativen Erwägungen, welche die technischen Funktionen der Anlage bedienen.

Auch deshalb empfehle ich einen Masterplan für das Gelände, einschl. Fremdbesitz, im Gebiet Reinharz in Auftrag zu geben.

Weiter alles Gute und viele Grüße aus Globig

Dipl.-Ing. Lutz Waldenburger
Landespfleger, Projektentwickler

 
 
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Name:
Prof. Dr.Birgid Neumeister (Birgid.Neumeister@gmx.de)
Datum:Di 06 Okt 2009 20:38:01 CEST
Betreff:Beängstigender Verfall
 

Schloss Reinharz und die umgebenden Wälder gehört zu den Highlights meiner Kinder- und Jugendtage. Umso mehr bin ich betroffen vom extrem schlechten Zustand des Gebäudes und dies 20 lange Jahre nach der Wiedervereinigung. Was nutzen ein neues Dach und drei Gästeappartments, wenn das Hauptgebäude selbst für Laien sichtbar verfällt? Es kann nicht sein, dass es für eine Sanierung kein Geld gibt! Hat der Förderverein versucht, über Kulturförderung, Konjunkturprogramme, Bundestags- und EU-Parlament-Abgeordnete etc. Fördergelder zu bekommen? Welche Lobbyarbeit unternehmen der Verein und die Besitzer? Wurden vernünftige Nutzungskonzepte überlegt und mit Entscheidern besprochen? Wurden Banken und andere Sponsoren angesprochen? Benefizkonzerte des Gewandhauses können nur nützliche Add-ons sein, die Gelder für die notwendige Grundsanierung müssen aus anderen Töpfen kommen. Hier ist eine Professionalisierung des Sanierungsmanagements gefragt, Förderverein und Besitzer sollten sich diese verschaffen oder Menschen einbinden, die Erfahrung mit der Finanzierung solcher Aufgaben haben, denn sonst wird bald nur noch ein großer Steinhaufen vom schönen Schloss Reinharz übrig sein und darüber wären viele Menschen in der Region sehr traurig.

 
 
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Name:
Dr. Ingrid Beau (i.beau@gmx.de)
Datum:Di 30 Jun 2009 12:46:16 CEST
Betreff:Schloss Reinharz ist nicht nur eine Reise wert
 

Seit einem Ferienlageraufenthalt im Jahr 1956 ist mir Reinharz in Erinnerung geblieben. Besonders eingeprägt hat sich der imposante Turm des Wasserschlosses und die Lindenallee am Schlosspark.
Jetzt verlebte ich einige wundervolle Tage in Reinharz und entdeckte es neu. Der Turm sieht noch genauso aus, wie ich ihn in Erinnerung hatte, die Linden entsprechend älter und größer, die Allee nicht mehr so eindeutig zu erkennen.
Beeindruckt bin ich vom Engagement des Fördervereines Schloß "Reinharz" e.V. und der Schloß Reinharz GbR.
Auffallend das leuchtend rote Dach des Schlosses, sichtbares Zeichen, dass dem Verfall Einhalt geboten wird und ein geschichtlich und kulturell wertvolles Ensemble an diesem Ort liebevoll restauriert wird.
Für den Aufenthalt sehr zu empfehlen sind die Apartments im romantischen Gärtnerhaus, eine Oase zum Wohlfühlen, geschmackvoll eingerichtet mit allem, was dazu erforderlich ist. Abends auf der Terasse bei einem Glas Rotwein, mit Blick auf das Schloß zu sitzen, dem Quaken der Frösche aus dem Schloßteich zu lauschen, das ist Wohlgefühl pur.
Im Cafe "Graf Löser" wurden wir morgens von Frau Appelt mit einem köstlichen Frühstück verwöhnt, mit Blick auf den gepflegten Schloßhof und in den wiederentstehenden Schloßpark schmeckt es besonders gut.
Wenn auch die Außenmauern des Schlosses sicher noch eine Weile auf Restaurierung warten müssen, im Inneren entdeckten wir Kleinode, die wir so nicht vermutet hätten.
Interessant,weil auch bisher nicht so bekannt, die Verbindung zum Hofe August des Starken und
die Verdienste um die Entwicklung bedeutsamer astronomischer Geräte, die der einstige Besitzer Graf Löser, erworben hat.
Eine Schloßführung gab uns Einblick in die bemerkenswerte Geschichte und ließ uns über die reichhaltige Ausstattung der unteren Räume des Schlosses staunen. Frau Hönicke nahm uns mit auf eine Zeitreise, erklärte sachkundig alles Wissenswerte, lebendig und manchmal mit einem Schmunzeln ließ sie vergangene Zeiten vorüberziehen und erläuterte auch die weiteren Vorhaben.
Hervorhebenswert ist auch die Tatsache, dass eine umwelt- und denkmalgerechte Wärmeversorgung und Abwasseraufbereitung installiert wird.
Herzlichen Dank an die "guten Schloßgeister" für diesen zauberhaften Aufenthalt.
Wir wünschen bei allen weiteren Vorhaben gutes Gelingen und waren bestimmt nicht zum letzten Mal vor Ort.

 
 


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